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    Polizeiberichte 21.12.2010 04:16

    Polizeibericht Aschaffenburg

    Weihnachtsgeschichte in Polizeiwache – Haftbefehl für Familienvater abgewendet

     

    ASCHAFFENBURG. Eine schöne Weihnachtsgeschichte hat sich Mitte Dezember in der Wache der Polizeiinspektion Aschaffenburg zugetragen. Ein Familienvater konnte eine gegen ihn verhängte Geldstrafe nicht vollständig bezahlen, die einen Haftbefehl abwenden sollte. Ein Mann aus Hessen, der die Sache zufällig mitbekommen hatte, legte spontan die noch fehlende Summe von 17 Euro dazu und half dem Familienvater somit aus der Patsche.

     

    Am 15.12.2010 erschien ein türkischer Mitbürger - nennen wir ihn Mohammed  - nach Vorladung bei der Polizeiinspektion Aschaffenburg, um einen Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Deggendorf in Höhe von 37 Euro zu bezahlen. Der Betrag setzte sich aus 5 Euro Geldbuße und 32 Euro Verfahrenskosten zusammen. Mohammed sprach zwar nur schlecht deutsch, konnte aber erklären, dass er die Gesamtsumme nicht auf einmal zahlen könne, da er kein Geld habe, weil er arbeitslos sei und seine Kinder doch zu Weihnachten nicht frieren sollen. Er könne aber 20 Euro anzahlen, den Rest werde er dann am Monatsende in bar vorbeibringen.

     

    Der 59-jährige Wachbeamte schlug daraufhin vor, dass der Familienvater zunächst die Geldbuße in Höhe von 5 Euro bezahlen und die Verfahrenskosten am Monatsende überweisen könne. Neben Mohammed stand zu diesem Zeitpunkt ein Herr, der gerade seinen Führerschein in Verwahrung geben musste. Dieser schaute den Polizeibeamten an und sagte: "Ich übernehme die restlichen 17 Euro, dann ist die Sache erledigt und der Mann kann wieder ruhig schlafen." Danach ließ er sich von seiner Frau einen 50-Euro-Schein wechseln, weil er das Geld nicht passend hatte.

     

    Mohammed zahlte 20 Euro, der freundliche Herr 17 Euro. Der türkische Familienvater bekam ein Formular ausgehändigt und konnte als freier Mann

    ohne das Damoklesschwert eines Gefängnisaufenthaltes die Wache verlassen.

     

    Nach der Motivation für sein außergewöhnliches Handeln gefragt, antwortete der Helfer: "Weihnachten steht vor der Türe, und man kann so auch etwas zum Frieden auf Erden beitragen." Der langjährige Wachbeamte, der mit 59 Jahren schon kurz vor seiner Pensionierung steht, hatte so etwas in seiner bisherigen Dienstzeit noch nicht erlebt und war von der Hilfsbereitschaft des Mannes äußerst beeindruckt.

     

     

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